10 Punkte zum Onlinekauf von Münzen und Glücksbringern

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10 Punkte zum Onlinekauf von Münzen und Glücksbringern

Schein und Sein, Werte und Aberglaube – Münzen und Glücksbringer

Bei Münzen und Glücksbringern gibt es vor allem im Internet eine große Anzahl von Angeboten. Während die einen von vielen gesammelt werden, werden andere als Symbole für Glück, Wohlstand oder Gesundheit verehrt. Was sie verbindet, ist die Tatsache, dass von manchen Menschen Münzen oft als Glücksbringer angesehen werden. Was diese Personen von Münzsammlern, den sogenannten Numismatikern, unterscheidet, ist der Sachverhalt, dass ihnen der eigentliche Wert der Objekte dabei vollkommen gleichgültig ist.

Münzensammlungen aufbauen und ergänzen – bei eBay leicht gemacht

Ebenso wie Briefmarken, Bierdeckel, Kunstgegenstände oder andere Objekte werden für Münzen Sammlungen angelegt. Das Angebot der Sammlermünzen ist riesengroß und für den Sammler ist es sehr einfach und zudem auch bequem, das gewünschte Einzelstück zu finden, zu bestellen und auf dem Postwege nach Hause schicken zu lassen. Per Definition sind Münzen neben den Geldscheinen staatlich genehmigte Zahlungsmittel. Aus Gründen der Vereinheitlichung sind moderne Münzen normalerweise mit drei aufgeprägten Informationen versehen: dem Land oder dem Staat, in dem sie Gültigkeit besitzen, dem Wert (als Ziffer und mit der Bezeichnung der Währungseinheit) sowie dem Prägejahr. Die Vorderseite der Münze, die unter Experten als „Avers“ bezeichnet wird, ist im Normalfall an der Stelle, an der das Porträt des jeweiligen Potentaten des ausgebenden Staates oder das Wappen der entsprechenden Republik aufgeprägt ist. Die Rückseite der Münze, die auch „Revers“ genannt wird, weist dagegen den Wert oft zusammen mit einem mehr oder weniger neutralen Symbol aus. Die umlaufende Schrift nahe dem Rand einer Münze wird unter Sammlern als Legende bezeichnet. Der Rand der Münze, der je nach Ausführung glatt, geriffelt oder beschriftet ist, kann leicht über die Münzfläche überstehen. Worauf Interessierte beim Erwerb von Münzen oder Glücksbringern achten sollten:

1. Für Münzsammler entscheidend: Kurswert und Sammlerwert

Münzen können neben ihrem Kurswert auch einen meist weit höheren ideellen Wert aufweisen. Zunächst hängt der Sammlerwert wie bei den meisten Waren vom Angebot, die entscheidend von der Auflage der Münze beeinflusst wird, und Nachfrage ab. Die Nachfrage ist abhängig vom allgemeinen Interesse der Sammler und vom mehr oder weniger attraktiven Sammelgebiet ab. Darüber hinaus üben Modewellen, Kursschwankungen, aktuelle politische Ereignisse, Naturkatastrophen und ähnliche Effekte einen gewissen Einfluss auf die Nachfrage der Münze aus. Äußerst seltene und daher auch besonders stark nachgefragte Einzelstücke können sehr hohe Preise erzielen und sind daher für Sammler äußerst begehrenswert.

2. Münzen sind keine Medaillen

Käufer von Münzen sollten unbedingt den Unterschied von Münzen und Medaillen beachten. Münzen sind aktuelle oder ehemalige Zahlungsmittel, daher ist deren Ausgabe ein Vorrecht des Staates. Medaillen dagegen dürfen auch von privater Seite produziert und in Umlauf gebracht werden. Solche Stücke, die nicht als gesetzliche Zahlungsmittel im Gebrauch oder nicht dafür vorgesehen sind, werden zu den Medaillen gezählt. Daneben gibt es die sogenannten Pseudomünzen, die rechtlich zwar Zahlungsmittel darstellen, aber von nicht-staatlichen Unternehmen für internationale Sammler hergestellt werden und faktisch nicht die Funktion von Geld besitzen. Ferner gibt es ebenfalls münzähnliche Objekte wie Münzen, die zum Notgeld gezählt werden, oder Jetons, die in Spielbanken eingesetzt werden. Diese „De-facto-Münzen“ sind oder waren zwar tatsächlich als Zahlungsmittel im Gebrauch, wurden jedoch nicht von staatlichen Stellen herausgegeben. Der Staat toleriert sie trotzdem als Ersatz-Geldzeichen. Heutzutage dürfen Medaillen nicht mit gültigen Währungsbezeichnungen oder Nominalwertangaben ausgestattet sein.

3. Geschichtlich bedingter Wertverlust von Münzen

Sammler und Käufer von Münzen sollten auch beachten, dass in der Münzgeschichte von der Antike bis in die Neuzeit ein immer wieder ähnlich ablaufendes Prozedere eines allmählichen Wertverlustes festzustellen ist. Immer wieder wurden Münzen anfänglich aus wertvollem Material wie Gold oder Silber hergestellt, wobei der Tauschwert dem Wert des entsprechenden Materials nahekommt. Diese Münzen werden in der Numismatik auch als vollwertige Münzen bezeichnet. Während der weiteren Umlaufzeit der Münzen werden vom herausgebenden Staat Präge-Objekte, die den gleichen Münzen entsprechen, in Umlauf gebracht, deren Materialwert unter dem tatsächlichen Tauschwert lag. Dies wurde dadurch erreicht, dass die Herausgeber die Münzen kleiner und leichter machten, den Gehalt an Edelmetallen reduzierten und weniger wertvolle Materialien einsetzten. Diese Münzen werden von den Sammlern als unterwertige Münzen zusammengefasst.

Beispielsweise verlor in Deutschland eine ganze Reihe von kleinen Münzen unterhalb des Talers immer weiter an Feingehalt. Während des Dreißigjährigen Krieges, in der sogenannten Kipper- und Wipperzeit, erreichte dieses Phänomen seinen Höhepunkt. Im 17. Jahrhundert wurden darüber hinaus erstmals seit der Spätantike wieder Kupfermünzen in Umlauf gebracht. Für den Handel mit besonders wertvollen Waren wurden allerdings weiter goldene Dukaten verwendet.

4. Gelochte Münzen – keine Seltenheit

Die Lochung einer Münze kann sehr unterschiedliche Gründe haben. Lochungen wurden in vielen Fällen nachträglich eingefügt, um die Münze an einem Band oder einer Kette als Anhänger zu tragen. Ein anderer Grund für eine nachträgliche Lochung kann auch sein, wenn wertvolle Metalle – sicherlich, um sich zu bereichern  entnommen wurden. Dies kam beispielsweise bei Münzen vor, deren Kurswert den Wert des Metalls aus den unterschiedlichsten Gründen unterschritten hatte. In manchen Fällen erleidet die Münze durch eine nachträgliche Lochung bei den Sammlern einen starken Wertverlust. Weitere Hintergründe für das Lochen waren die Kenntlichmachung von Falschgeld oder um sie gegenüber höherwertigen Münzen schneller und sicherer unterscheiden zu können.

5. Form und Herstellungsweise von Münzen

Ein angehender Münzsammler sollte wissen, dass Münzen (der Begriff stammt vom lateinischen Begriff „moneta“ ab) meist kreisförmige und im Verhältnis zum Durchmesser dünne, mit einer Prägung versehene oder früher auch gegossene Bestandteile des Zahlungsverkehrs sind. Ihre eigentliche Bestimmung war und ist ihre Verwendung als Geld. Münzen bestehen in vielen Fällen aus einer einheitlichen metallischen Legierung. Der Numismatiker kennt auch eckige Münzen, die als Klippen bezeichnet werden, dagegen wird der noch nicht geprägte Rohling „Ronde“ oder „Platte“ genannt. Heutzutage werden Münzen fast ausschließlich im Prägeverfahren produziert.

6. Stempelanalyse, Hilfsmittel der Numismatiker

Fortgeschrittene Sammler interessieren sich auch für wissenschaftliche numismatische Methoden. So dient die Stempelanalyse der Bestimmung der ursprünglichen Abfolge der Prägung einzelner Münzen. Dieses Verfahren fußt auf der Beobachtung, dass jede Münze mithilfe eines Vorder- und eines Rückseitenstempels produziert werden. Da sich die zwei Stempel, bei der Hammerprägung als Ober- und Unterstempel eingesetzt, ungleichmäßig abnutzen, muss der Oberstempel meist eher ausgetauscht werden als der Unterstempel. Im Ablauf der Zeit führt dies zu unterschiedlichen, von Fachleuten so bezeichneten „Stempelkombinationen“. Die unterschiedlichen Kombinationen bilden aneinandergereiht eine Stempelkette, wobei diese der Reihenfolge der Produktion der einzelnen Münzen entspricht.

7. Was Sammler bei der sachgerechten Aufbewahrung von Münzen beachten sollten

Sollte eine Münze aufgrund unsachgerechter Aufbewahrung einen Schaden erlitten haben oder an der Münzoberfläche nicht erwünschte chemische Reaktionen, beispielsweise durch Berührung mit bloßen Fingern, aufgetreten sein, ist es häufig nicht mehr möglich, die Verunreinigung durch Münzreinigung oder -pflege zu beseitigen. In vielen Fällen bedeutet eine falsche Aufbewahrung von Münzen einen kleineren oder oftmals größeren Wertverlust. Münzalben werden oft in Ausführungen angeboten, bei denen die Münzen in Plastikhüllen verstaut werden. Wenn diese, was recht häufig der Fall ist, nicht frei von Weichmachern sind, werden die Münzen von einer chemischen Reaktion angegriffen. Die Sammelobjekte laufen dann an und es bildet sich eine unansehnliche grünliche Oberfläche. Darüber hinaus werden die Münzen zusätzlich von kupferlöslicher Stearinsäure angegriffen, die oft in vielen PVC-Folien enthalten ist. Als Folge davon sind meist irreparable Oberflächenkorrosionen zu konstatieren.

8. Glücks-Anhänger, Ringe, Armbänder und Anstecknadeln im Fokus

Von vielen Menschen geliebte Glücksbringer sind kleine Glücksanhänger in Form von Glücksschweinen, Glückspfennigen aber auch als klassische Glückssymbole wie Kleeblatt oder Hufeisen. Beispielsweise gilt das Hufeisen seit jeher als Symbol für Glück, weil das Pferd als edles und wertvolles Tier betrachtet wurde. Besonders gerne wird das Hufeisen in Form eines silbernen oder goldenen Anhängers an einer Kette getragen, wobei Ohrstecker oder -ringe mit diesem Motiv ebenfalls angeboten werden. Wegen seiner Seltenheit wird das

9. Auf der ganzen Welt beliebt – Figuren oder Statuen

Das Glücksschwein ist eines der beliebtesten und bekanntesten Motive für eine Glücksfigur und wird daher ein Zeichen für Wohlstand und Reichtum angesehen. Vor allem zu Silvester wird es symbolisch als Nachbildung, meist aus Marzipan, verschenkt. Als weitere Glücksfigur wird in europäischen Breiten der Schornsteinfeger betrachtet, wobei die Symbolik von dem Umstand herrührt, dass der Kaminkehrer mit seiner Dienstleistung in früheren Zeiten die Funktionsfähigkeit der Küche wiederherstellte. Ein Figurenmotiv aus dem asiatischen Raum ist Manekineko, eine kleine Porzellan-Katze, die mit einer Pfote winkt und Glück und Wohlstand verheißt.

10. Glücksmünzen bedeuten Reichtum und Wohlstand

Chinesische Glücksmünzen stehen für Reichtum, Glück und Wohlstand. Oftmals werden diese metallisch funkelnden Münzen mit roten Bändern zu kraftvollen Formen zusammengefügt. Wenn sie an der Eingangstüre aufgehängt werden, sollen sie Wohlstand und Glück in die Wohnung tragen.
 

Glaube versetzt Berge – Glücksbringer sollen dabei helfen

Glücksbringer sind dingliche Objekte, alles Mögliche aus der Pflanzen- und Tierwelt oder eine Person, dem oder denen Glück bringende Attribute nachgesagt werden. Ein Glücksbringer soll dem Besitzer Glück, Gesundheit, Wohlstand und ein sorgenfreies Leben sichern. Meist bilden Legenden oder wahre Begebenheiten aus der Geschichte den Hintergrund, ein Lebewesen oder ein Objekt als Glücksbringer zu betrachten. In manchen Fällen wird der Bote einer guten Nachricht ebenfalls als Glücksbringer angesehen. Die häufigsten Formen, in denen Glücksbringer auch bei eBay angeboten werden, sind Schmuck (beispielsweise als Anhänger), Figuren oder Statuen sowie Glücksmünzen, die besonders im asiatischen Raum beliebt sind.

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