Grandioser Mittelalterroman mit Wahrheitsgehalt
Erstellt: 15.02.11
Das Buch habe ich vor 13 Jahren gelesen und es ist ein Werk, das mir im Gedächtnis bleibt. Die Autorin hat ein großartiges Buch geschrieben, das ich gerne nochmals lesen werde.
Der Roman zeigt die Frauenstellung im frühen Mittelalter. Frauen hatten keinerlei Rechte. Aus diesem Kreis bricht die hochbegabte Johanna aus. Eine emanzipierte Frau, zu Zeiten als eine Frau nichts wert war.
Inhalt:
Johanna von Ingelheim ist die Tochter eines englischen Priesters und einer deutschen Heidin. Ihr Bruder Matthias bringt ihr heimlich schreiben und lesen bei. Ihr Bruder Johannes soll in der Domschule unterrichtet werden, doch Johanna ist in allem besser, und wurde von ihrem freiwilligen Lehrer Aesculapius sogar in Griechisch unterrichtet. Johanna wird nach einigen widrigen Umständen doch mit ihrem Bruder Johannes in der Domschule unterrichtet. Hier lernt sie den Grafen Gerold kennen und lieben. Doch seine Frau arrangiert eine Ehe für Johanna, als der Graf auf dem Kampffeld ist. Während der Trauungszeremonie überfallen die Normannen die Kirche und metzeln alle nieder. Johanna kann fliehen. Verkleidet als Mann lebt sie als Mönch im Kloster Fulda und lernt Heilkunde. Diese macht sie so berühmt, dass sie nach einer Pilgerreise nach Rom, als Arzt für den Papst zu Rate gezogen wird. Als engster Berater des Papstes, wird Johanna, nach der Ermordung des Papstes, zu seinem Nachfolger gewählt. Als Johannes Anglicus erneuert sie viele Dinge, die den armen Menschen zu Gute kommen. Als Graf Gerold mit dem Gefolge des Königs auftaucht, frischt die Liebe zwischen Gerold und Johanna erneut auf. Er glaubte, dass sie bei dem Normannenkampf verschleppt wurde. Ihre Feinde wollen Johanna vernichten und locken Gerold in eine Falle. In der Osterprozession, als Papst, stirbt sie an einer Frühgeburt auf offener Straße. Erst hier wird den Menschen bekannt, dass Johannes Anglicus eine Frau war.
Großartige Geschichte, die alle Wahrheit beinhaltet, wie über die echte Johanna bekannt ist. Der Rest hat die Autorin ausgeschmückt. Am Ende des Buches ist ein Anhang, der Fakten darlegt, die beweisen, dass es eine Päpstin gab, die ca. 2 Jahre regiert haben soll. Nur wegen Vernichtung und Verschleierung von Dokumenten durch die Kirche, ist Johanna aus dem Gedächtnis der Menschen getilgt worden. Interessanterweise wird in diesem Schlusswort noch der Papststuhl vorgestellt, der bei den Papstwahlen, nach Johanna als Päpstin, eingeführt wurde, um das männliche Geschlecht zu bestätigen. Er hatte in der Mitte ein Loch, wie ein WC-Stuhl bzw. Gebärstuhl.
Ein Thema, das Leser von Geschichte und Historie fasziniert. Absolut lesenswert, immer und immer wieder! Die Verfilmung ist ebenfalls grandios und sehenswert, aber erst das Buch lesen!
Danke für ein "Ja"!
3 von 3 Lesern fand/en diesen Testbericht hilfreich.

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Einfach geniale Lektüre für Alle !!!
Erstellt: 02.05.10
Habe mir auf eine Empfehlung das Buch ersteigert und es ist spannend von Anfang bis Ende - natürlich muss man sich erst einlesen,aber dann legt man dieses Buch nicht mehr aus der Hand.
Vor allem endlich ein Buch,welches man wirklich für ALLE Altersgruppen empfehlen und weiterreichen kann - ob Mann oder Frau
Normalerweise lese ich solche Bücher eigentlich gar nicht oder eher selten,jetzt vielleicht wieder auch öfter...
Alles in Allem: Ich kann es nur weiterempfehlen !!!

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