"... Der König ist gefallen, das Spiel ist beendet ..."
Erstellt: 26.08.09
Julia Durant ist urlaubsreif und freut sich eigentlich schon auf ihren Urlaub in Südfrankreich. Allerdings lässt sie das rätselhafte Verschwinden mehrerer Frauen nicht zur Ruhe kommen, die bisherigen Ermittlungen waren ergebnislos. Dann läuft ihrem Kollegen Frank Helmer auf der Autobahn eine völlig verstörte junge Frau vors Auto. Nur mit größter Mühe kann er einen Zusammenstoß verhindern. Die junge Frau entpuppt sich als die seit sechs Monaten vermisste Jaqueline Schweigert. Kurz nach der Einlieferung stirbt die junge Frau, ohne der Polizei auch nur einen Hinweis auf ihren Entführer bzw. Aufenthaltsort der letzten Monate mitteilen zu können. Der Polizei wird schnell klar, dass sie es hier mit einem äußerst intelligenten und perfiden Täter zu tun haben, der ihnen immer mindestens einen Schritt voraus zu sein scheint. Dann rückt Julia Durant in den Fokus des Täters.
Erzählt wird der Krimi aus unterschiedlichen Perspektiven, was zu einem stetigen Spannungsaufbau führt. Zum einen ist man bei der Ermittlungsarbeit des K11 Frankfurt dabei, zum anderen erhält man einen guten Einblick in das gestörte Leben des Täters. Die Story an sich ist sehr interessant, wenn auch nicht unbedingt neu und die Informationen, welche man über das Thema „Weiße Folter“ erhält, sind ganz schön erschütternd.
Die Identität des Täters ist bis zum Schluss nicht bekannt, allerdings ist die Story vorhersehbar, auch bedingt dadurch, dass bei der Inhaltsangabe mehr als nötig verraten wird. Jedoch ist das geschickte Katz-und-Maus-Spiel des Täters mit der Polizei spannend angelegt und zieht zum Schluss noch einmal richtig an, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen mag.
Störend ist die Anhäufung von Hochbegabten in dieser Geschichte, die im Lauf der Ermittlungen auftauchen und dies nimmt dem Krimi viel von seiner Glaubwürdigkeit. Und dank eines solchen Genies ist dann auch ganz plötzlich die Identität des Täters geklärt und der Fall gelöst, obwohl das ganze Buch über ermittelt wird ohne Ende und diese Ermittlungen ständig ins Leere laufen.
Julia Durant wird in diesem Krimi von ihrem Chef und ihren Kollegen, allen voran Frank Helmer, regelrecht in den Himmel gelobt und sie selbst hechelt ständig nach Bestätigung, wie toll und unersetzbar sie in ihrem Beruf ist. Dies bestätigen ihr ihre Kollegen ständig, möchten aber unbedingt, dass sie ihren Urlaub antritt, da sie komplett ausgepowert ist. Diese ständigen Wiederholungen nerven heftig und die Figur Julia Durant wirkt hierdurch wenig authentisch.
Alles in allem ist Andreas Franz ein Krimi gelungen, der spannend umgesetzt ist und prima unterhält. Allerdings gibt es Punktabzüge für die nervige Darstellung seiner Protagonistin, der unglaubwürdigen Story und der so plötzlichen Auflösung des Falls. Da hätte man wirklich mehr daraus machen können. Wer nicht so genau hinsieht und einfach nur gut unterhalten werden möchte, ist bei diesem Krimi gut aufgehoben.
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10. und schwerster Fall von Julia Durant
Erstellt: 12.05.09
Gut recherchiert und schonungslos geschrieben von Andreas Franz, werden Mordfälle in Frankfurt von der Kommissarin Julia Durant aufgeklärt. Mit ihrem Partner Frank Hellmer geht sie den Mördern auf den Pelz. Ihr Chef Berger, Doris Seidel und Kollege Peter Kullmer sind ebenfalls mit in ihrem Team.
Die Romanfigur "Julia Durant" besticht durch ihre natürliche Art. Mit ihrer Vorliebe für Tomatensuppe, Salamibrot, Dosenbier und Bon Jovi Musik ist sie mir sehr sympathisch. Hartnäckig bleibt sie an den Mordfällen, bis sie Erfolg hat. Privat klappte es bisher nicht immer und lange mit ihrer Partnerwahl.
Dieser Krimi "Mörderische Tage" ist der 10. Fall, den ich von Julia Durant lese. Hier wird sie selbst zum Opfer, was ein ergriffen macht, da man die Romanfigur im Laufe der vielen Bände, doch sehr mag.
Wieder ein sagenhaft spannender Krimi, wo Frauen spurlos verschwinden, und in einem alten Gefängnis zur Isolationshaft gehalten werden. Der Täter tötet einige von ihnen oder lässt sie "gebrochen an Leib und Seele" wieder frei. Als Julia Durant entführt wird, setzt ihr Kollege Frank Hellmer alles dran, sie zu finden. Und wieder gibt es einen überraschenden Schluss!
Damit die Spannung bleibt, verrate ich nun nichts mehr, lieber selber lesen!
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Mörderische Tage
Erstellt: 19.05.09
Jedes neue Buch von Andreas Franz erwarte ich mit Spannung. Und auch von diesem 10. Fall von Julia Durant wurde ich nicht enttäuscht:
Spannender Krimigenuss, wie man es von dem Autor gewohnt ist. Obwohl diesmal auch auf die zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen Julia und ihrem Kollegen mehr eingegangen wird, kommt die Spannung nicht zu kurz:
So sprichtAndreas Franz die "weiße Folter" an, bei der Menschen durch völlige Geräusch-Isolation ( oder extremen Lärm) gebrochen werden. - Nichts für schwache Nerven!
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Guter Krimi
Erstellt: 10.05.09
Habe inzwischen die meisten Romane von Andreas Franz gelesen.
Im großen und ganzen fand ich jedes Buch von ihm, (einschließlich Mörderische Tage)gut.
Sicher läßt sich ab und an eine etwas schwächere Stelle finden, aber wie ich als Vielleser festgestellt habe, ist das bei sehr vielen Romanen der Fall.
Kürzlich besuchte ich eine seiner Buchbesprechungen.
Laut seiner Aussage holt er sich seine Ideen aus Vorfällen die er tatsächlich selbst miterlebt hat.
So war er beispielsweise mal mit einem Amerikaner befreundet, der wie er später erfuhr, ein Serienmörder war und nur durch Zufall überführt wurde, da ihm keiner die Taten (auch er nicht) zugetraut hätte.
Seine Erzählweise fand ich in etwa so gut wie seine Schreibweise.
Auf jeden Fall war es eine interessante Erfahrung.
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Mörderische Tage von Andreas Franz
Erstellt: 09.06.09
Leider ist "Mörderische Tage" ja erstmal das letzte Buch aus der Julia Durant Reihe (ich hoffe aber auf weitere) und aus diesem Grund müsste ich dieses Buch haben, denn schon die letzten Bücher habe ich verschlungen. Ich kann sagen auch dieses Werk hat mich nicht enttäuscht.
Ich liebe die Bücher von Andreas Franz. Bin letztes Jahr im Herbst durch Zufall auf das Buch "jung, blond, tot" gestossen und seitdem verschlinge ich die Bücher von Andreas Franz. Wenn man einmal angefangen hat zu lesen, kann man gar nicht mehr aufhören zu lesen...schliesslich möchte man den Fall ja auch lösen ;-). Wer gerne Krimis list und nicht immer amerikanische Krimis lesen möchte, dem kann ich die Bücher von Andreas Franz nur ans Herz legen.
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