Jilliane Hoffman - "Mädchenfänger"
Erstellt: 28.07.10
Über das Buch:
Lainy (Elaine) ist ein typischer 13 jähriger Teenager, nicht aus bestem Hause und mit allen Problemen, die einem die Pubertät in diesem so Alter beschert.In diesem Gefühlschaos lernt sie in einem Chat "ElCapitan" kennen, einen 17 jährigen (sehr hübschen) Jungen - sie gibt sich für 16 aus und sendet ihm Fotos auf denen sie sich entsprechend nett zurechtgemacht präsentiert und ... er will sich mit ihr treffen... es kommt wie es kommen muss - ElCapitan ist weder sehr hübsch noch 17 Jahre alt sondern er ist ein Psychopath, der sich gezielt im Internet auf die Suche nach gutgläubigen und sehr jungen Opern macht.
Special Agent Bobby Dees beginnt zu ermitteln, obwohl alles auf eine typische Wegläuferin hindeutet, folgt er seinem Gefühl und leitet die intensivere Suche nach Lainy ein. Bobby Dees trägt selbst ein "schweres Paket", seine Tochter verschwand ebenfalls vor etwa einem Jahr spurlos, er leidet unter seiner Arbeit, denn die Suche nach anderen Kindern läßt ihn nie zur Ruhe kommen und um die Beziehung mit seiner Frau LuAnn steht es auch nicht zum besten. Ein Reporter, Mark Felding, drängt sich etwas in den Vordergrund, denn er vermutet, dass es mehr Opfer gibt, die alle dem selben Täter zum Opfer fielen.
Meine Meinung:
Ich bin leider weder mit dem Buch noch mit seinen Protagonisten richtig "warm" geworden. Der Prolog, mit dem man ins Buch einsteigt, war gut gemacht, der Leser findet sich bei einem Maler, der gebannt einem (sehr fundamentalen) christlichen Prediger zuhört... und man kann sich denken, dass hier ein Psychopath und religiös motivierte Taten lauern. Danach lernt man Lainy kennen, die mit "ElCapitan" chattet und Leser ahnt, was ihn und auch Lainy erwarten wird.
Das hört und liest sich im ersten Moment durchaus spannend, aber dann tritt nach und nach die reine und trockene Ermittlungsarbeit von Bobby Dees und seine persönliche Leidensgeschichte in den Vordergrund. Genau diese Leidensgeschichte passt zu gut in den Kontext, ist unwahrscheinlich und für mich nicht glaubwürdig, einfach too much.
Das Buch ist leicht und ohne großen Anspruch zu lesen, die Kapitel sind kurz gehalten und bieten zwischen einigen für mich recht langweiligen Ermittlungs- oder Beziehungspassagen auch einiges an Spannung, das tritt immer ein, wenn man die Geschichte aus Lainys Sicht oder aus der Sicht des Psychopathen erzählt bekommt. Was leider viel zu selten vorkam. Der Plot an sich wäre spannend gewesen und hätte viel Spielraum nach oben gehabt, wenn die Geschichte der Opfer und deren Leid mehr in den Vordergrund gerückt wären, so dreht sich die Opfergeschichte eigentlich nur um Lainy, es gab aber deutlich mehr gefangene Mädchen. Auch die Geschichte und Motivation des Täters hätte mehr gewürdigt werden können, das bleibt alles recht blass. Der Lesefluss, bei den sowieso schon etwas trockenen Kapiteln um die Polizeiarbeit wird leider noch zusätzlich permanent behindert durch unzählige polizeispezifische Abkürzungen, welche zwar meist bei ihrer ersten Nennung erklärt werden, aber kurze Zepäter hat man das wieder vergessen und dann taucht dieses Kürzel wieder auf - zurückblättern oder ignorieren?
Ich denke dass Jilliane Hoffman zwar einerseits aus ihrer Arbeit als Staatsanwältin profitiert, denn sie kennt die Abläufe der Ermittlung bis ins kleinste Detail, aber andererseits fehlt dem Leser das Verständnis und die Kenntnisse, die sie durch ihren Beruf als gegeben nimmt. Auch der Schluss wirkte hektisch und eher etwas unausgegoren.
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Das Internet mit seinen Tücken
Erstellt: 19.07.10
Die 13-jährige Lainey trifft im Chat auf den attraktiven 17-jährigen Zach. Zach gelingt es, Lainey zu einem Treffen zu überreden. Doch Lainey muss schmerzhaft feststellen, dass Zach nicht der Junge ist, den sie sich vorgestellt hat.
Special Agent Supervisor Bobby Dees vom FDLE (Florida Department of Law Enforcement) übernimmt den Fall. Er ist spezialisiert auf die Suche nach vermissten Kindern. Vor knapp einem Jahr lief seine Tochter Katy mit ihrem Freund Ray auf und davon. Er hat seitdem nichts mehr von ihnen gehört, dadurch ist seine Ehe mit LuAnn ist auch sehr angespannt und beide leiden unter der Ungewissheit, was mit Katy wohl passiert ist.
Der Täter giert nach Aufmerksamkeit und macht Bobby zu seinem speziellen Spielball, indem er ihm Hinweise - in Öl gemalte Bilder mit grausigen Motiven - zuspielt. Im Laufe der Ermittlungen findet Bobby heraus, dass der Täter ein Mädchenfänger ist und höchstwahrscheinlich mehrere Mädchen gefangenhält. Ein fürchterlicher Verdacht erwacht ihn ihm: Ist Katy eins seiner Opfer?
Die Geschichte ist sehr flüssig geschrieben und angenehm zu lesen. Öfters wird der Fall Cupido, der erste Roman der Autorin, erwähnt. Die Spannung steigt stetig an. Mir hat der Thriller sehr gut gefallen, der Schluß war auch sehr spannend, aber irgendwie blieb für mich da die Logik etwas auf der Strecke, d.h. das Motiv des Täters blieb für mich weitgehend unklar. Auch wird ein Detail am Anfang des Buches, wo man annimmt, dass es eine Rolle spielt, überhaupt nicht mehr aufgegriffen und ich frage mich, wozu das dann gut war?
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Internet und die Gefahren
Erstellt: 16.05.11
Ich würde gerne mehr von dir sehen”. Im Internet lernt die 13jährige Lainey Emerson den unbekannten Zach kennen, der sich ElCapitan nennt. Das junge Mädchen ist verliebt, die Welt rosa-rot. Fürs erste Treffen hat sich Lainey etwas älter gemacht als sie ist. „Der Märchenprinz war endlich da.“ Nach Hause kommt sie aber nicht mehr. Und nicht nur sie wird vermisst. Ein „Mädchenfänger“ treibt sein schauriges Spiel.
Das Buch ist nicht nur spannend, sondern produziert auch Gänsehaut beim Lesen.
Aktuell ist das Thema, dass die Autorin gewählt hat, denn sie macht auf die Gefahren aufmerksam, die in Chaträumen lauern.
"Mädchenfänger präsentiert sich realitätsnah und lässt den Lesern das Verbrechen an einem jungen Mädchen, das naiv genug war, einem Fremden zu vertrauen, hautnah miterleben. Ein Thriller, der gut unterhält, gleichzeitig aber als Warnung zu verstehen ist.
Das Buch ist ein solider Thriller, den ich durchaus weiterempfehle, aufgrund des aktuellen Themas: Internetkriminalität.

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Mädchenfänger von Jilliane Hoffman
| Ja, ich würde dieses Produkt weiterempfehlen.
Erstellt: 08.05.12
Das Buch lässt sich sehr gut lesen. Es ist spannend und weißt doch auf aktuelle, mögliche Gefahren im Zeitalter der Internetkommunikation hin.
Es wird nicht nur die Suche nach den verschwundenen Mädchen, den Mädchen selbst, sondern auch die Seite der Eltern (Agent Dees) als Betroffene gut dargestellt.

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Nicht ganz!
Erstellt: 28.07.10
Mädchenfänger von Jilliane Hoffman.
Aktuelles Thema. Jugendliche und die miesen Seiten des Internets. ein dreizehnjähriges Mädchen lernt einen Jungen im Internet kennen und............verschwindet spurlos. Ein Detective mit verschwundener Tochter auf der Jagd nach einem Psychopathen.
Schwacher Anfang (religiöser Einschlag, wird nicht mehr aufgegriffen, ????), dann viel Spannung. Gutes Buch, kommt leider nicht ganz an die Vorgänger wie Cupido ran, trotzdem empfehlenswert.
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